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Herrnhuter Tageslosung

Losung für Mittwoch, 17. Juli 2024
Das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.
Jeremia 31,33

Die Israeliten sind Kinder Gottes und haben Anteil an seiner Herrlichkeit. Mit ihnen hat Gott mehrfach einen Bund geschlossen. Er hat ihnen das Gesetz gegeben und sie gelehrt, ihn in rechter Weise zu verehren. Und er hat ihnen sein Versprechen gegeben.
Römer 9,4

© Evangelische Brüder-Unität

Wie alles begann

Schrifttafel an der Front des Diakonissenhauses
1848 in Frankfurt am Main:
Beim ersten Deutschen Evangelischen Kirchentag hielt Johann Hinrich Wichern eine aufrüttelnde Rede:
Die evangelische Kirche muß eine Kirche des Wortes (der Predigt) und der Liebe (der Hilfe gegenüber dem Nächsten) sein. Die Wirkungen seiner Rede wurden in ganz Deutschland schnell sichtbar; in der Pfalz entstand das Diakonissenhaus in Speyer und
1850 in Haßloch das „Rettungshaus“ (das heute „Jugendhof“ heißt) nach dem Vorbild von Wicherns „Rauhem Haus“ bei Hamburg. Hier fanden Kinder und Jugendliche Aufnahme in einer großen Familie. Nach einem der Rettungshausväter ist inzwischen der Karl-Sieder-Kindergarten benannt.
1897 zogen in Haßloch Diakonissenschwestern (vom Mutterhaus in Speyer) ein, nachdem der Haßlocher Diakonissenverein unter großer Beteiligung der Gemeinde gegründet worden war.
1902 entstand das Diakonissenhaus aus einer Schenkung von Frau Philippine Lederle (geb. Scherdtel), in dem nun die Schwestern wohnen konnten. Der Diakonissenverein kümmerte sich nicht nur um die Kranken (es gab damals noch viele Haßlocher, die nicht versichert waren und sich einen Arztbesuch nicht leisten konnten), sondern auch um die Kinder.
 
... und wie es aufhörte:
1984haben die beiden letzten Diakonissen Haßloch verlassen (Nachwuchsmangel)
 
... und wie es - anders - bis heute weitergegangen ist:
2003 wird das grundlegend renovierte und umgebaute Diakonissenhaus wieder in Dienst gestellt. Der Diakonissenverein, der das Haus der Kirchengemeinde übereignet hatte, behält im Obergeschoß ein Arbeitszimmer. Er finanziert mit den Beiträgen seiner Mitglieder nun nicht mehr die Diakonissen, sondern die Arbeit der Ökumenischen Sozialstation, die an die Stelle der Diakonissen getreten ist.

Einzelheiten dazu können Sie nachlesen in der – noch erhältlichen – Jubiläumsschrift 100 Jahre Diakonissenverein Haßloch, die Werner Wilhelm und Erna Theuer 1997 herausgegeben haben.